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Bewegen gemeinsam gestalten
Positionen und Bewegungsübergänge mit mehrfach beeinträchtigten SchülerInnen

von Maresa Reuther-Strauss u. Marianne Medwenitsch
100 Seiten, 368 farbige Abbildungen
Format DIN A4, Ringbuch
verlag modernes lernen, 2013
ISBN: 978-3-8080-0696-2
Preis:               18,00 Euro (D) / 18,60 Euro (A) / 29,00 CHF
ab 1. Juni 2013: 19,95 Euro (D) / 32,30 CHF

Besonders Berufsanfänger werden von diesem Buch sehr profitieren. Ist es nicht so, dass man gerade bei behinderten Kindern häufig Angst hat, etwas falsch zu machen?

Unsicherheit, Berührungsängste und fehlende Routine machen einem das Leben schwer, denn es fehlen oft grundlegende Informationen zum "Handling" mit den anvertrauten Kindern. Da heute, im Rahmen von Inklusion, immer häufiger mit mehrfach beeinträchtigten Kindern auch in den Kindergärten und Schulen gerechnet werden muss, sollte dieses Buch in keiner Einrichtung fehlen.

Im Inhalt des Buches geht es um die Positionierung (Rückenlage - Bauchlage - Seitenlage - Sitz - Stand) und um Lagewechsel und Transfer (z.B. Drehen, Aufsetzen, Aufstehen, unterstütztes Gehen, Hinsetzen, Hebetransfers, Transfer in den und aus dem Rollstuhl, Transfer in die und aus der Stehhilfe, Transfer auf den und vom Ball).
Sehr gut sind die Tipps der beiden Autorinnen für das eigene Rücken schonende Arbeitsverhalten, denn gerade die Belastung durch falsches Heben und Bücken sind beträchtlich.
Positiv zu sehen sind auch die übersichtliche Gestaltung des Buches mit den sehr gut verständlichen Anleitungen sowie die 368 Farbfotos und Fotoserien, die deutlich zeigen, was beim Umgang mit mehrfach beeinträchtigten Kindern zu beachten ist.

Beschreibung des Verlages:
Dieses Buch wendet sich an Fachkräfte aus Pädagogik und Therapie, an Eltern, Angehörige und all jene (Auszubildende, PraktikantInnen, Zivildienstleistende, OrthopädietechnikerInnen usw.), die Kinder und Jugendliche mit schweren und mehrfachen Beeinträchtigungen unterrichten, behandeln oder betreuen. Es richtet sich auch an alle Interessierten, die diese Kinder und Jugendlichen im privaten Umfeld, hauptberuflich oder ehrenamtlich begleiten.
Diese Veröffentlichung soll anregen und praktikable Möglichkeiten anbieten. Im Sinne eines „Arbeitsbuches“ bzw. Nachschlagewerkes für die Praxis präsentieren die Autorinnen erprobte und bewährte Handling-, Positionierungs- und Transfervarianten. Sie sind sich dabei bewusst, dass Handling keinem Schema folgen kann, vielmehr muss es individuellen Bedürfnissen und Kompetenzen angepasst und äußeren Gegebenheiten entsprechend gestaltet werden.

Fazit: Ein gelungenes Fachbuch für den engagierten Therapeuten und Pädagogen. Sehr empfehlenswert!

Maresa Reuther-Strauss, Physiotherapeutin und Bobath-Therapeutin, arbeitet seit Beginn ihrer beruflichen Tätigkeit mit beeinträchtigten Schülern und Schülerinnen. Seit über 10 Jahren berät sie kontinuierlich SonderschullehrerInnen, Behinderten- und SozialpädagogInnen an unterschiedlichen Schulen und Einrichtungen. Thematische Schwerpunkte sind dabei: adäquate Positionierung schwer mehrfach beeinträchtigter Kinder und Jugendlicher, Gestaltung alltagsrelevanter Transfers und ergonomisches Arbeitsverhalten. Darüber hinaus gestaltet sie praxisorientierte Fortbildungen und Workshops.

Mag. Marianne Medwenitsch ist Physiotherapeutin und Sonder- Heilpädagogin mit Zusatzausbildung Praxis Basale Stimulation® nach einem Konzept von Prof. Dr. Andreas Fröhlich. Sie arbeitet seit vielen Jahren als Pädagogin mit schwer mehrfach beeinträchtigten Schülern und Schülerinnen. Ihr Unterricht orientiert sich an den Prinzipien der Ganzheitlichkeit, der ressourcenorientierten, individuellen Förderung und findet immer als dialogisches Miteinander statt. Außerdem praktiziert sie freiberuflich als Physiotherapeutin und begleitet betroffene Familien. Sie ist an verschiedenen Schulen und Ausbildungsstätten als Vortragende tätig, unterrichtet BerufseinsteigerInnen und Fachpersonal.

Als langjährige Kolleginnen in den Basalen Förderklassen Wien erleben beide Autorinnen täglich, wie bereichernd eine intensive Kooperation und gelebtes interdisziplinäres Arbeiten für die SchülerInnen in den Klassen sein kann, wie sehr jedoch auch deren PädagogInnen, TherapeutInnen, Eltern und Pflegende davon profitieren … denn jede Person bringt ihren individuellen und wertvollen Erfahrungsschatz mit ein.
Ihr Hauptaugenmerk richtet sich auf die Integration therapeutischer Elemente in den (pädagogischen) Alltag und deren positive Auswirkungen auf die wohl grundlegendsten Ziele der Arbeit mit den Schülern und Schülerinnen: größtmögliche Partizipation, Aktivität, Selbständigkeit, Kommunikation, Interaktion, Weiterentwicklung …

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