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Ernest und Célestine
Célestines Entdeckung
von Gabrielle Vincent
Aus dem Französischen v. Christel Rech-Simon und Heidi Varin
32 Seiten
Carl-Auer-Verlag, 2013
ISBN 978-3-8497-0015-7
Preis: 19,95 Euro

Nach der Veröffentlichung von "Ernest und Célestine – Célestines Fragen" hat der Carl-Auer-Verlag nun eine zweite Geschichte vom großen Bären als alleinerziehenden Adoptiv-Vater und der kleinen Maus herausgebracht. Und wieder geht es um ein Geheimnis, eine schmerzliche Entdeckung und anfangs fehlendes Vertrauen, das sich später als unbegründet herausstellt.

Inhalt
Célestine fällt eines Tages auf, dass Ernest eine der Schubladen in seiner Kommode immer sorgfältig abschließt und den Schlüssel in einem Krug versteckt. Was wohl darin sein mag? Célestine ist neugierig.
Als Ernest das Haus verlässt, nimmt sie den Schlüssel aus dem Krug und öffnet die Schublade. Sie entdeckt zwei Umschläge mit vielen Fotos. In einem der Umschläge sind Fotos von Ernest. Ernest als Kind, Kleinkind und Baby. Im zweiten Umschlag befinden sich Bilder von vielen kleinen Mäusekindern. Aber ein Foto von ihr selbst ist nicht dabei!
Da kommen viele Fragen auf: Wer sind diese Kinder mit Ernest? Warum hat er ihr nie etwas von ihnen erzählt? Célestine ist tief verletzt. Gut, dass Ernest nach seiner Rückkehr ihr Verhalten versteht und eine Erklärung hat. Er hat in einem Ferienlager gearbeitet und damals wurden diese Fotos gemacht. "Und warum hast du nicht ein einziges Foto von MIR?" Das ist die Frage, die Célestine noch tief bewegt. Ernest rettet die Situation, indem er Célestine bittet, sich schnell das schönste ihrer Kleider anzuziehen. Und nun werden viele, viele Bilder von ihr und Ernest beim Fotografen gemacht. Célestine ist glücklich und die Welt ist wieder in Ordnung.

Dieses Buch ist in der Reihe "Carl-Auer Kids" erschienen. Ziel des Verlages ist es hier, Bücher zu veröffentlichen, die eine heilsame Wirkung auf Kinder haben und ihnen eine neue Sicht auf sich und die Welt vermitteln können.

Auf den letzten Seiten des Buches befindet sich noch eine ausführliche und gut verständliche Erklärung zu dieser Geschichte für Eltern und Erzieher. Die analytische Kinder- und Jugendlichentherapeutin Christel Rech-Simon gibt viele Hinweise auf den psychologischen Aspekt der Geschichte und ihrer Hauptfiguren. So ist für jeden Erwachsenen - auch ohne psychologische Kenntnisse - das kindliche Denkmuster gut nachvollziehbar.

Fazit: Ein Buch mit Herz. Sehr empfehlenswert!

Gabrielle Vincent (1928–2000) gehört zu den bekanntesten Bilderbuchkünstlerinnen im französischsprachigen Raum. Nach ihrem Studium an der Akademie der Schönen Künste in Brüssel war sie als freischaffende Malerin, Illustratorin und Autorin tätig. Sie illustrierte und schrieb unzählige Kinderbücher, darunter die Reihe „Ernest und Célestine“, die mehrfach ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt wurde.

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