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Qwirkle
Spiel des Jahres 2011

Qwirkle
Autorin: Susan McKinley Ross
Schmidt Spiele
Alter: ab 6 Jahre
Spieleranzahl: 2 bis 4
Preis: ca. 25 Euro

Inhalt:
108 Holzsteine, 1 Beutel, 1 Spielanleitung,
zusätzlich werden Stift und Papier benötigt.

Qwirkle ist das Spiel des Jahres 2011. Das Spiel überzeugte die Jury durch seine einfachen und logischen Regeln.

Lesen muss man nicht können, um Quirkle zu spielen, - doch um Punkte zu sammeln, sollte man logisch denken können.

Bei der ersten Begegnung mit diesem Spiel scheint es sich hierbei um eine Mischung aus Domino und Scrabble zu handeln. Die stabilen Spielsteine aus lackiertem Holz, die sich in einem großen Stoffbeutel befinden, machen einen unverwüstlichen Eindruck und sind mit 6 unterschiedlichen Formen in 6 verschiedenen Farben bedruckt. Ziel eines Spielers ist es, möglichst viele eigene Steine an die bereits vorhandenen anzulegen. Das geht aber nur, wenn Farbe oder Form übereinstimmen. Dafür gibt es entsprechend Punkte.

Nach jedem Spielzug eines Spielers werden dessen Punkte ermittelt und notiert. Wer es schafft, eine Reihe mit 6 in Form oder Farbe identischen Steinen zu vervollständigen, bildet einen "Qwirkle" und erhält dafür Sonderpunkte.

Da es jeden Stein 3x gibt, gilt es, die bereits ausliegenden Steine gut zu beachten. Denn manchmal ist es wichtig zu wissen, ob sich noch ein bestimmter Stein im Vorratsbeutel befindet könnte. Auch sollte man das Bilden von 5-er Reihen vermeiden, da sonst einer der Mitspieler leicht einen Qwirkle bilden und hohe Punktzahlen erreichen kann.

Sehr gut eignet sich das Spiel für Schulkinder, deren Wahrnehmungsfähigkeit und logisches Denken stark gefordert werden. Mit guter Strategie und Kombinationsvermögen lassen sich viele Punkte erzielen. Ein wenig Glück gehört natürlich auch dazu: Je nachdem, welche Steine der Spieler 'blind' aus dem Beutel zieht, kann er sie anlegen oder auch nicht. Anstatt Steine anzulegen, kann er aber auch seine Steine eintauschen, in der nächsten Spielrunde dann normal weiterspielen und wieder Punkte sammeln.

In vereinfachter Form ist der Einsatz des Spiels auch bei jüngeren Kindern als reines Legespiel ohne Punktezählung sehr gut möglich.

Besonders positiv ist zu bewerten, dass zu diesem Spiel kein umfangreiches Material gehört. Damit kann wenig verloren- oder kaputtgehen. Und wenn wirklich mal ein Spielstein unauffindbar ist, kann man "Qwirkle" trotzdem spielen.

Fazit: Ein robustes Taktik-Spiel, dass sich hervorragend für den Einsatz in Hort und Schule eignet.

Hier gibt es ein Video mit der ausführlichen Spielanleitung (ca. 3 Min.).

Ein Leser des SKG-Forums schlägt folgende interessante Erweiterung des Spiels vor, die noch mehr Unterhaltungswert bieten dürfte:

1.

Alle vorhandenen Regeln bleiben bestehen.

2.

Qwirkle, also die volle Sechser-Reihe bleibt unantastbar.

3.

Aus allen bisher angelegten Reihen darf der jeweilige Spieler Steine von den Endpunkten, also nicht einzeln aus der Mitte heraus, für sein eigenes Qwirkle-Ziel entnehmen. Falls der Spieler alle Steine einer bereits liegenden Reihe (auch aus unterschiedlichen Reihen) gebrauchen kann, so ist die Entnahme ebenfalls möglich. Er muss sie nur in einer Reihe zu einer Neuen oder einem Qwirkle-Gebilde wieder anlegen. So schafft man teilweise mit nur einem Stein einen sagenhaften Punktestand.

 

 

Das Spiel dauert dadurch etwas länger und erfordert ein kleines bisschen mehr Überlegung (Gehirnakrobatik). Zu zweit braucht man ca. 1 Stunde. Dabei ist selbstverständlich derjenige im Vorteil, der neben seinem Glück beim Steine ziehen auch in der Lage ist, voraussehende Überlegungen zu tätigen. Bei zwei Spielern kann er ja genau herausfinden, was der andere am Ende noch für Steine hat. Somit ist er ggf. in der Lage, den Punktevorsprung des anderen durch geschicktes Anlegen zu schmälern. Bei vier Spielern sieht das schon wieder anders aus. Da ist Übersicht und wieder etwas mehr das Glück gefragt. Es kommen dadurch auch viel größere Punktestände und komplexere Gebilde zu Stande – siehe nachfolgendes Bild.
 

 

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