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Veröffentlichung

Presseinformation des Niedersächsischen Kultusministerium v. 04.02.2005:
Sprachförderunterricht vor der Einschulung im Sommer 2005

Busemann: "Flächendeckende Sprachförderung zeigt Erfolge"

"In dieser Woche hat wieder der Sprachförderunterricht für Kinder, die im Sommer eingeschult werden, begonnen. 8232 Kinder nehmen in Kindertagesstätten oder Grundschulen daran teil. Das sind 9,5 Prozent der für das Schuljahr 2005/2006 insgesamt angemeldeten Kinder", teilte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute in Hannover mit.

Bereits bei den Anmeldungen zur Grundschule im September 2003 waren flächendeckend Sprachstandsfeststellungen durchgeführt worden. "Die inzwischen weiter verfeinerte Sprachstandsfeststellung ermöglicht es den Schulen, die Kinder mit Förderbedarf sehr sicher zu identifizieren. Berlin und Nordrhein-Westfalen haben das niedersächsische Verfahren inzwischen übernommen", machte Busemann deutlich. Von den Erstklässlern des laufenden Schuljahrs hatten 10,8 Prozent, das sind 9450 Kinder, am Sprachförderunterricht vor der Einschulung teilgenommen.

862 Kinder weniger als im Jahr zuvor seien am Schuljahresbeginn vom Schulbesuch zurückgestellt worden. Insbesondere der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund an den Rückstellungen sei signifikant von 19,9 Prozent auf 17,7 Prozent zurückgegangen. "Das zeigt deutlich, wie erfolgreich die flächendeckende Sprachförderung vor der Einschulung ist", stellte Busemann fest.

Das Land habe dafür insgesamt 14175 Lehrerstunden eingesetzt. Das entspricht 506 Vollzeitlehrerstellen. Davon waren Stunden im Umfang von 280 Lehrerstellen zusätzlich bereitgestellt worden. Mit 4,8 Millionen Euro als freiwilliger Leistung des Landes werde darüber hinaus die Beschäftigung zusätzlicher Fachkräfte und die Weiterbildung des Fachpersonals in Kindertagesstätten mit einem besonders hohen Anteil von Kindern mit Wanderungshintergrund oder aus besonders benachteiligten Bevölkerungsschichten gefördert.

"Ein sehr zu begrüßender Nebeneffekt der Sprachförderung vor der Einschulung ist verbesserte Zusammenarbeit zwischen Eltern, Grundschulen und Kindertagesstätten. Die Rückmeldungen aller Beteiligten sind überaus positiv. Weitere Aufschlüsse erwarten wir von begleitenden wissenschaftlichen Untersuchungen", so Busemann abschließend.

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