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Veröffentlichung

Der Kultusminister in Niedersachsen stellt neues Konzept zur Sprachförderung vor der Einschulung vor:

"Förderstunden für Fünfjährige über das ganze KiTa-Jahr"

(Pressemitteilung v. 06.12.2005)

"Die Sprachförderung vor der Einschulung soll künftig im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts gestaltet werden. Für die Fünfjährigen wird sie auf das ganze Kindergartenjahr vor der Einschulung ausgeweitet. Pro Kind und Woche soll eine Förderstunde erteilt werden. Bei einer Gruppe von 6 Kindern macht das dann 6 Stunden Förderunterricht. Der Umfang der Sprachförderung wird damit insgesamt von 30 Stunden pro Kind auf 40 Stunden pro Kind erhöht, ohne die Kinder zu überfordern", hat der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute in Hannover mitgeteilt.

Die als freiwillige Leistungen des Landes gewährten Zuwendungen an Kindertagesstätten mit einem hohen Anteil an Kindern ausländischer Herkunft oder benachteiligten Bevölkerungsgruppen zur Beschäftigung von Fachkräften für Sprachförderung sollen nicht mehr nach Quoten, sondern nach den absoluten Zahlen der Kinder mit Förderbedarf verteilt werden.

"Wir erhöhen den Mittelansatz im Haushalt von jetzt 4,8 Millionen Euro auf 6 Millionen Euro. Die Jugendämter der Kommunen erarbeiten gemeinsam mit den KiTa-Trägern regionale Konzepte zum Einsatz der zusätzlichen Fachkräfte. KiTas und Grundschulen stimmen sich eng mit einander ab", so Busemann.

Die Neufassung der entsprechenden Richtlinie sei zurzeit im Anhörungsverfahren. Als erstes Bundesland habe Niedersachsen im Schuljahr 2003/2004 die verbindliche Sprachförderung vor der Einschulung eingeführt, an der nach einer Sprachstandsfeststellung bei der Schulanmeldung jeweils etwa 10 Prozent der pro Jahr angemeldeten Kinder teilnehmen.

"Die Ergebnisse sind messbar. Sie zeigen sich unter anderem im Rückgang der Zurückstellungen von der Schule. Wurden zum Schuljahr 2003/2004 noch 8,1 Prozent der angemeldeten Kinder zurückgestellt, so waren es zum Schuljahr 2005/2006 nur noch 6,9 Prozent. Der Anteil der Kinder ausländischer Herkunft an den Zurückstellungen ist in diesem Zeitraum von 20 Prozent auf 17,4 Prozent gesunken", erläuterte Busemann. Andere Bundesländer hätten inzwischen Teile des niedersächsischen Konzepts übernommen.

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