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Veröffentlichung

Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft Saarland

Pressemeldung vom 07.02.2006

Sprachförderung vor der Grundschule für Integration und Chancengleichheit

"Früh Deutsch lernen" im dritten Jahr

Kinder, welche die deutsche Sprache nicht ausreichend sprechen und verstehen können, haben in der Schule häufig Probleme. Seit dem Schuljahr 2003/2004 gibt es deshalb im Saarland für diese Kinder die Möglichkeit, im Rahmen des Sprachförderprogramms "Früh Deutsch lernen" in für die Eltern kostenlosen Kursen vor der Einschulung ihre Deutsch-Kenntnisse so zu verbessern, dass sie erfolgreich am Unterricht in der Schule teilnehmen können. "Dies ist sowohl ein wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit und für eine erfolgreiche Schullaufbahn als auch zur Integration", betonte Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath.

Kinder mit Nachholbedarf in der deutschen Sprache können im letzten Halbjahr vor der Einschulung kostenlos und freiwillig Vorkurse besuchen. Insgesamt sechs Monate erhalten sie jeweils zehn Schulstunden je Woche eine intensive und altersangemessene Förderung in Deutsch. Die Kosten für die in Kooperation des saarländischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft mit dem Paritätischen Bildungswerk Rheinland-Pfalz/Saarland durchgeführten Deutsch-Vorkurse trägt in vollem Umfang das Land. Hierfür sind im laufenden Haushaltsjahr insgesamt ca. 700.000 Euro vorgesehen. Auch nach der Einschulung stehen die Kursleiterinnen und -leiter noch einige Monate für ergänzende Sprachförderung zur Verfügung, um das Gelernte gezielt zu vertiefen und den Einstieg in die Grundschule erfolgreich zu gestalten.

Im vergangenen Jahr konnten von den insgesamt 289 Kindern, die an den Vorkursen teilnahmen, 98 Prozent erfolgreich eingeschult werden. Die Deutsch-Vorkurse werden landesweit an insgesamt 37 Grundschulstandorten angeboten, insbesondere dort, wo der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund groß ist. "Wichtig ist dabei, dass die Kinder sowohl kontinuierlich an dieser Form der spielerischen Sprachschulung teilnehmen, als auch an den übrigen Tagen der Woche den Kindergarten besuchen", so Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath, "wo sie gemeinsam mit anderen Kindern ebenfalls gezielt auf die Einschulung vorbereitet werden."

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