SKG-Forum

 

 

Die Webseite für LeiterInnen von Schulkindergärten
von Marianne Broglie, Diplom-Sozialpädagogin
E-Mail an SKG-ForumHauptseiteWortsuche

 

Zurück

Veröffentlichung

Nationaler Integrationsplan:
"Von Anfang an deutsche Sprache fördern"

Die Arbeitsgruppe 2 "Von Anfang an deutsche Sprache fördern" zur Vorbereitung des Nationalen Integrationsplans hat ihre Tätigkeit aufgenommen. Unter Federführung des Bundesfamilienministeriums werden in der Arbeitsgruppe Handlungsvorschläge zur Verbesserung der Bildungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund und zum frühzeitigen Erwerb der deutschen Sprache entwickelt.

Im Vordergrund stehen die Entwicklung von diagnostischen Verfahren und von gezielten Sprachförderungskonzepten, die den interkulturellen Kontext berücksichtigen sowie die Qualifizierung von Fachkräften und die Unterstützung von Eltern.

Rund ein Fünftel aller in Deutschland lebenden Menschen sowie jedes dritte Kind unter sechs Jahren haben einen Migrationshintergrund. In städtischen Ballungsgebieten gilt dies bereits für mehr als 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen. Zwei Drittel von ihnen sind in Deutschland geboren. Die Mehrheit dieser Kinder und Jugendlichen sind erfolgreich in Schule, Ausbildung, Beruf und Gesellschaft in Deutschland integriert.

Ein erheblicher Teil der Kinder mit Migrationshintergrund verfügt zum Zeitpunkt der Einschulung jedoch nicht über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache, die eine grundlegende Voraussetzung für den Schulerfolg und eine gelingende Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft sind. Dies betrifft auch deutsche Kinder, in überwiegendem Maß jedoch Kinder mit Migrationshintergrund. Die deutsche Sprache ist zudem für alle Kinder die gemeinsame Sprache und Voraussetzung für ihre Verständigung und für ein Miteinander. Sprachförderung ist daher ein zentraler Bereich der frühen Bildung und wesentliche Voraussetzung für Chancengleichheit.

In die Arbeitsgruppe wurden Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, aus der Praxis, von Migrantenorganisationen und Trägerverbänden und der Kommunalen Spitzenverbände, der Länder und anderer Bundesbehörden benannt. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe fließen in den Nationalen Aktionsplan ein, den Bundeskanzlerin Angela Merkel im Sommer 2007 vorstellen wird.
(Veröffentlichung v. 01.02.2007 d. Bundesministerium f. für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

Zurück