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Veröffentlichung

Von der Leyen will Pflicht-Vorschuljahr
für alle Kinder

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen plädiert für ein Pflicht-Vorschuljahr für alle Kinder.

Damit wolle sie im letzten Jahr vor der Einschulung eine Brücke bauen vom Kindergarten in die Schule, sagte die CDU-Politikerin in einem am Mittwoch (22.02.2007) vorab veröffentlichten "Stern"-Interview. "Wir würden damit alle Kinder ausnahmslos und verbindlich erreichen", sagte von der Leyen weiter.

Aus der kritischsten Gruppe - sozial schwach und Migrationshintergrund - kämen 20 Prozent der Kinder nie in den Kindergarten. Für sie werde die Schule später zu einem Riesenproblem.

Über die Finanzierung des Pflicht-Vorschuljahres, das allein in die Kompetenz der Länder fiele, wolle sie mit den Ländern diskutieren und ein ganzheitliches Konzept entwickeln.

Das Schulkindergartenjahr, das Niedersachsen einführe, sei genau der richtige Schritt, sagte von der Leyen. Das Land will nach Angaben der Landesregierung zwar kein Pflicht-Vorschuljahr, aber das letzte Kita-Jahr zu einem Brückenjahr in die Schule ausbauen und dieses für die Eltern beitragsfrei machen. Dadurch soll auch die Beteiligungsquote steigen.

Von der Leyen setzte sich zudem für einen verbindlichen Sprachtest für vierjährige Kinder ein. Sie halte einen entsprechenden Ansatz Nordrhein-Westfalens für richtig. "Für jene, die wie Drei- oder Zweijährige sprechen, muss der Staat verpflichtend Sprachkurse machen", sagte von der Leyen.

Die Familienministerin hatte jüngst heftige Kritik aus der Union mit ihrem Anstoß ausgelöst, die Betreuungsplätze für Kinder drastisch auszubauen. Die Länder verwiesen darauf, dass dies allein in ihrer Zuständigkeit liege. Teile der Union warfen von der Leyen vor, sie gebe das traditionelle Familienbild des berufstätigen Vaters und der die Kinder erziehenden Mutter auf.

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