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Veröffentlichung

Elternmedientrainer bieten
künftig landesweit Kurse an.

Mütter und Väter können sich in Niedersachsen künftig im Umgang mit Internet, PC-Spielen, Handy und Fernsehen auf den neuesten Stand bringen lassen. Dafür stehen seit dieser Woche die ersten 24 eigens dafür geschulten Elternmedientrainer bereit. Weitere 24 folgen im Oktober.

"In einem bundesweit einmaligen Projekt stärken wir in Zusammenarbeit mit der Landesstelle Jugendschutz und dem Landespräventionsrat die Medienkompetenz von Eltern", sagte Familienministerin Mechthild Ross-Luttmann. "Vom kommenden Jahr an wollen wir mehr als 70 pädagogische Fachkräfte und Sozialarbeiter ausgebildet haben, um in ganz Niedersachsen Elternkurse anbieten zu können."

Die Medienerziehung, so die Ministerin, beginne im Elternhaus. Dort legten Mütter und Väter den Grundstein für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Medien. "Sie sind ein wichtiger Garant, rechtzeitig der Gefahr vorzubeugen, dass Kinder und Jugendliche beispielsweise durch den Konsum von Killer-Spielen oder Ego-Shootern Schaden nehmen", äußerte Ross-Luttmann. "Deshalb ist es entscheidend, dass die Eltern beurteilen können, was ihre Kinder am Computer spielen, wie sie das Internet nutzen oder welche Filme sie sehen", erläuterte die Familienministerin.

Bis zu drei Viertel der Eltern sind aber schlecht oder gar nicht informiert, was ihre Kinder am PC machen. Sie haben mangels eigener Erfahrung häufig auch keine Einschätzung, welche Auswirkungen bestimmte Chaträume, virtuelle Welten oder Computerspiele auf die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Kinder haben können.

In den künftigen Schulungen der Elternmedientrainer erhalten Mütter und Väter deshalb Informationen und praktische Hilfen, ihre Kinder beim Umgang mit den elektronischen Medien kompetenter zu begleiten. "Sie sollen vor allem auch darin gestärkt werden, besser Gefahren zu erkennen und wirksame Grenzen in ihrer Erziehung zu setzen", betonte Ministerin Ross-Luttmann.

Die Eltermedientrainer aus Jugendpflege, Erziehungsstellen, Jugendzentren und der Familienbildung werden in vier Blöcken als Multiplikatoren für die niedersachsenweite Schulung der Eltern ausgebildet. Sie verfügen bereits über medienpädagogische Kenntnisse. Ihr Wissen geben sie künftig flächendeckend in Bildungsstätten und Einrichtungen für Familien in Elternkursen weiter.

Wegen der großen Nachfrage ist nach den ersten beiden Fortbildungskursen für Elternmedientrainer bereits ein dritter für dieses Jahr in Planung. Das Sozialministerium bezuschusst die von der Landesstelle Jugendschutz mit Experten durchgeführten Kurse mit insgesamt 90.000 Euro. Der Landespräventionsrat finanziert die wissenschaftliche Evaluierung des Projekts. Zudem bewirbt er die örtliche Schulung von Eltern über seine kommunalen Präventionsräte.

Weitere Informationen zum Projekt Elternmedientrainer erhalten Sie auf der Internetseite: www.eltern-medien-trainer.de

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