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Veröffentlichung

Praxisleitfaden für Eigenverantwortliche Schulen in Niedersachsen vorgestellt

Busemann: "Wichtiger Baustein der Kommunikation mit Schulen und Öffentlichkeit"

Rösler: "Es kommt auf das Handeln jeder einzelnen Lehrkraft an"

"Mit diesem Buch können Schulleitungen, Steuergruppen und Eltern, Kollegien und Schulvorstände konkret arbeiten, Anregungen für anstehende Fragen gewinnen und Hilfen, wenn es Probleme gibt. Es ist zugleich der Versuch, einer interessierten Öffentlichkeit in Niedersachsen und darüber hinaus deutlich zu machen, welches Konzept für unsere Schulen wir vertreten und warum wir es vertreten", sagte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann am 10.09.2007 in Hannover bei der öffentlichen Vorstellung des Buches "Eigenverantwortliche Schule - Ein Leitfaden".

Neben Busemann für das Niedersächsische Kultusministerium zeichnen Prof. Dr. Jürgen Oelkers, Ordinarius für Allgemeine Pädagogik an der Universität Zürich, und Prof. Dr. Heinz S. Rosenbusch, Leiter der Forschungsstelle für Schulentwicklung und Schulmanagement der Universität Bamberg, als Herausgeber des Buches verantwortlich. Insgesamt 35 Fachleute und Praktiker, Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kultusministeriums, der Schulinspektion, von Schulträgern sowie je ein Schüler- und Elternvertreter sind die weiteren Autoren der 31 Aufsätze auf 286 Seiten.

"Die Eigenverantwortlichkeit unserer Schulen im Gesetz festzuschreiben, das war der Anfang eines Prozesses und der leichtere Teil. Dass die Eigenverantwortlichkeit von den Menschen gelebt wird, von allen an der Schule Beteiligten, das ist der schwierigere Teil und wird länger dauern. Deshalb ist der Leitfaden, den wir heute vorstellen, ein wichtiger Baustein unserer Kommunikation mit den Schulen, der Öffentlichkeit, Eltern, Schülerinnen und Schülern und allen anderen an der Schule Beteiligten", so Busemann.

Dr. Philipp Rösler, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag und erster Rezensent des im Luchterhand Verlag in der Reihe Praxishilfen Schule veröffentlichten Leitfadens betonte insbesondere den praktischen Nutzen des Buches. "Den Beiträgen merke ich als Leser an, dass sich alle Autoren bemühen, nicht besserwisserisch zu wirken, nicht zu bevormunden, sondern die Leser zu gewinnen, damit sie die neue Herausforderung zur Umgestaltung der Schule auch annehmen", sagte Rösler.

Die schöne Idee der Eigenverantwortung, die ein Schritt zu mehr Freiheit ist, nutze nur, wenn sie mit konkretem Handeln ausgefüllt werde. "Dabei kommt es auf das Handeln jeder einzelnen Lehrkraft, jeder einzelnen Schulleiterin und jedes Schulleiters an", hob Rösler hervor. Bei der Durchsicht des Buches sei ihm noch einmal deutlich klar geworden, wie sehr der Auftrag zu einer umfassenden Persönlichkeitsbildung gemäß Schulgesetz, erst durch das eigenverantwortliche Handeln in den Schulen im Sinne einer Pädagogik der Verantwortung in der Wissensgesellschaft gefördert und umgesetzt werden könne.

"Die Eigenverantwortlichkeit der Schulen ist das große bildungspolitische Thema in fast allen Bundesländern. Niedersachsen ist dabei Vorreiter. Ich wünsche dem Buch eine Verbreitung weit über die Grenzen Niedersachsens hinaus, so dass die vielfältigen Anregungen an vielen Orten wirksam werden und zu einer Verbesserung der Bildungslandschaft in ganz Deutschland beitragen", so Rösler abschließend.

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