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Veröffentlichung

Verbindliches Einladungswesen
für Kinder-Früherkennungsuntersuchungen
in Niedersachsen

Sozialministerin Ross-Luttmann:
"Möglichst alle Kinder in Niedersachsen erreichen"

Landesgesundheitsamt soll Jugendämtern Nichtteilnahme melden.

Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann will ein verbindliches Einladungswesen für die Kinder-Früherkennungsuntersuchungen in Niedersachsen einführen. Ärzte sollen das Landesgesundheitsamt künftig über die Durchführung der Früherkennungsuntersuchungen informieren. Eltern, die nicht mit ihren Kindern erscheinen, sollen schriftlich zur Teilnahme aufgefordert werden. Abschließend sollen Meldungen an die Jugendämter gehen.

"Die allermeisten Eltern in Niedersachsen nehmen schon heute pflichtbewusst mit ihren Kindern an den Vorsorgeuntersuchungen teil. Doch unser Ziel ist, mit dem verbindlichen Einladewesen möglichst alle Kinder in Niedersachsen zu erreichen", so Ross-Luttmann.

Die Sozialministerin wird weitere Details in Kürze mit Vertretern von Berufsverbänden, Kinderschutzbund, Kassen und Kommunen besprechen. Gleichzeitig werde die Landesregierung weiter darauf drängen, dass die Früherkennungsuntersuchungen noch qualifizierter werden. Der gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten und Kassen (GBA) hatte jüngst abgelehnt, die immer noch gültige Kinderuntersuchungsrichtlinie aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts endlich so weiterzuentwickeln, dass durch die Früherkennungsuntersuchung auch bessere Chancen zur Erkennung von Kindesmisshandlungen und Vernachlässigungen bestehen.

Ross-Luttmann: "Der Bund muss seiner Verantwortung nachkommen und die Früherkennungsuntersuchungen im Hinblick auf den Kinderschutz qualifizieren. Der Beschluss des GBA kann nicht einfach hingenommen werden. Darin sind wir uns einig mit Ärztekammer, Kassen, Kinderschutzbund und Kommunen. Es geht um viel mehr als Größe, Gewicht und Infektionskrankheiten."

Siehe auch:
www.kinderschutz-niedersachsen.de

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