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Veröffentlichung

Die "Nummer gegen Kummer" -
direkter Draht für Kinder und Eltern in Not

Kinder und Jugendliche, die vom Handy oder aus dem Festnetz den kostenlosen Anschluss 0800-1110333 wählen, finden am anderen Ende geschulte, ehrenamtlich engagierte Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner, die ihnen jederzeit bei kleineren und größeren Problemen zuhören. Auch für Eltern gibt es seit mittlerweile sechs Jahren unter dem Anschluss 0800-1110550 kostenlos kompetenten Rat bei der "Nummer gegen Kummer". Den Welttag des Ehrenamtes nahm Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen nun zum Anlass, eine Studie zur Nutzung des Angebots vorzustellen.

Allein 2006 haben mehr als 3.500 ehrenamtliche Beraterinnen und Berater der "Nummer gegen Kummer" fast 240.000 Beratungsgespräche geführt. Darunter waren rund 12.000 Eltern, die die Nummer gewählt hatten, um sich von Sorgen und Nöten im Gespräch zu erleichtern. "Die Angebote sind eine kluge und wirksame Anlaufstelle für alle, die einfühlsam und unkompliziert Unterstützung suchen - das gilt für Kinder und Jugendliche genauso wie für Mütter und Väter", betonte Ursula von der Leyen bei der Präsentation der Studie.

Die Studie "Nummer gegen Kummer 2007" belegt nicht nur, wie viele Kinder, Jugendliche und Eltern die anonyme Telefonberatung in den letzten Jahren genutzt haben. Sie liefert vor allem auch einen Überblick zu den Fragen, Problemen und Sorgen, die Heranwachsende und ihre Eltern bedrücken. Die Auswertung der Gesprächsprotokolle zeigt deutlich, wo Hilfe ansetzen muss, um Kinder und Eltern sinnvoll zu unterstützen und in ihrer Entwicklung zu begleiten.

Jeden Monat helfen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa 20.000 Anrufenden in schwierigen Lebenssituationen. Unter den Kindern und Jugendlichen, die das Gespräch suchen, ist die Gruppe der 12- bis 16-Jährigen mit 73 Prozent am größten. Die Pubertät, mit den Veränderungen an Körper und Psyche, erste Liebesbeziehungen und heftige Auseinandersetzungen mit den Eltern sind daher die häufigsten Themen in den Telefonaten. Die Probleme, mit denen sich Eltern seit 2001 an die Einrichtung wenden, sind dagegen sehr vielfältig. Allgemeine Erziehungsfragen und -probleme spielen eine große Rolle, ebenso wie das Thema Überforderung und Hilflosigkeit. 26 Prozent der Anrufenden, insbesondere in der Gruppe der über 45-Jährigen nutzten das Elterntelefon in erster Linie, um eine Aussprache im Sinne einer emotionalen Entlastung zu erhalten.

Insgesamt nahm die Zahl der Anrufe von Eltern in den Jahren von 2002 bis 2006 um 41 Prozent zu. Damit gehört die Notrufnummer mittlerweile zu einer der wichtigsten Beratungsquellen für Mütter und Väter. Bei der "Nummer gegen Kummer" suchen Eltern vor allem Rat zu Fragen, die nicht in den gängigen Ratgebern zu finden sind: Die Auseinandersetzung mit Lebenskrisen gehört ebenso dazu wie partnerschaftliche Probleme. Reicht das Gespräch am Telefon nicht aus, übernimmt das Elterntelefon häufig eine Vermittlerrolle bei der Suche nach passenden lokalen Angeboten und speziellen Einrichtungen.

Schon seit 1980 ist die "Nummer gegen Kummer" Anlaufstelle für Fragen und Probleme von jungen Menschen. Unterstützt wird die Einrichtung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch die Deutsche Telekom AG.

Quelle : BMFSJE v. 15.02.2008

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