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Veröffentlichung

Soziale Kompetenzen von Kindern früh fördern
buddY-Grundschulprogramm startet

Insgesamt 35 Grundschulen aus den Regionen Hannover, Braunschweig und Osnabrück nehmen am neuen buddY-Grundschulprogramm teil. Denn gerade in der Grundschule werden wesentliche Weichen für den Erwerb sozialer Kompetenzen und für die Persönlichkeitsentwicklung gestellt.

Über 90 weiterführende Schulen in Niedersachsen setzen das buddY-Programm zur Förderung sozialer Kompetenzen bereits seit 2007 erfolgreich ein. Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stärken und ihnen zukunftsrelevante Handlungskompetenzen zu vermitteln, ist das Ziel des buddY-Programms.

Kultusminister Dr. Bernd Althusmann gab den Startschuss für die Ausdehnung des Programms auf Grundschulen: "Schülerinnen und Schüler trauen sich bei Mobbing, bei aggressiven Auseinandersetzungen oder bei häuslichen Schwierigkeiten oft nicht, den Kontakt zur Lehrkraft aufzunehmen. Die Schwelle zum Schüler-Helfer ist da wesentlich geringer, darauf basiert das buddY-Programm."

Das buddY-Programm setzt auf die Aktivierung und Partizipation der Schüler am Schulleben. Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und zusammen mit anderen Kindern ein gutes Miteinander zu entwickeln, lernen sie z.B. als Streitschlichter-, Hausaufgaben- oder Lern-buddYs. "Nur selbstbewusste Kinder sind in der Lage, sich zu beteiligen und beispielsweise mit Konflikten konstruktiv und friedlich umzugehen", erläuterte Althusmann seine Unterstützung für das buddY-Programm. "Damit kann man nicht früh genug beginnen", so der Minister. "Wenn man Kinder an der Gestaltung ihres Lernumfeldes beteiligt, entwickeln sie erstaunlich selbständig Lösungen für die Herausforderungen des Schulalltags. Schule und Lehrkräfte müssen ihnen aber auch das Vertrauen schenken", erklärte Roman R. Rüdiger, Geschäftsführender Vorstand des Programm-Trägers buddY e.V.

Neben dem Kultusministerium unterstützt auch die Vodafone Stiftung Deutschland die Umsetzung des buddY-Programms in Niedersachsen.

Hintergrund:
Das Ziel des buddY-Programms ("buddy" = englisch für Kumpel) ist es, dass Schule nicht nur reine Wissensvermittlung leistet, sondern eine zentrale Einrichtung für den Erwerb zukunftsrelevanter Handlungskompetenzen ist, die Schüler für ihr Leben brauchen. Schüler übernehmen in Projekten und im Unterricht als buddYs Verantwortung für sich und andere und werden dadurch in ihrer Persönlichkeit gestärkt.

In Niedersachsen ist das buddY-Programm seit 2006 Landesprogramm für weiterführende Schulen und seit 2010 für Grundschulen. Darüber hinaus ist das buddY-Programm in fünf weiteren Bundesländern offizielles Schulprogramm. Insgesamt beteiligen sich bundesweit fast 900 Schulen.

Weitere Informationen: www.buddY-ev.de

(Presseinformation d .Nds. Kultusministerium v. 23.09.2010)

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