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Veröffentlichung

Führungskräfte werden erstmalig zum
"Manager work-life-competence" ausgebildet

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Bertelsmann Stiftung haben während der vergangenen Monate 52 Personalverantwortliche aus Unternehmen sowie 18 Berater aus Kammern, Verbänden und Organisation zu so genannten "work-life-competence"-Experten qualifiziert. Diese stehen ihren Unternehmen jetzt als Fachleute für Familienfreundlichkeit zur Verfügung oder unterstützen die jeweiligen Mitgliedsunternehmen.

Anlässlich der Auszeichnung der beteiligten Unternehmen, Kammern, Verbände und Organisationen am heutigen Mittwoch sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder: "Familienfreundlichkeit ist nicht nur für Mütter und Väter wichtig, sondern entwickelt sich für die Unternehmen und Organisationen zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Wir wissen, dass in familienfreundlichen Unternehmen sowohl die Produktivität als auch die Motivation der Mitarbeiter besonders hoch und Fehlzeiten sowie Fluktuation im Betrieb besonders gering sind. Für die Wirtschaft wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum strategischen Vorteil - gerade in Zeiten steigenden Fachkräftemangels. Deshalb freue ich mich, dass wir so viele Führungskräfte und Personalverantwortliche aus ganz unterschiedlichen Branchen dafür gewinnen konnten, an unseren Schulungen zum "Manager work-life-competence" teilzunehmen."

"Wenn wir nicht bald den Auswirkungen des demografischen Wandels mit Maßnahmen auf der betrieblichen und überbetrieblichen Ebene begegnen, wird der Fachkräftemangel einen bedeutenden Wettbewerbsverlust für unsere Unternehmen und einen gravierenden Standortnachteil für die Regionen bedeuten. Die Qualifizierungen bieten nun die einmalige Chance, sich den Herausforderungen zu stellen und damit den unternehmerischen Erfolg von Morgen zu gewährleisten", sagt Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung.

Die Qualifizierung wurde vom BMFSFJ und der Bertelsmann Stiftung durchgeführt. Ziel ist es, die Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität zu stärken und die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen im nationalen und internationalen Wettbewerb zu sichern.

In der mehrmonatigen Schulung wurden Personalverantwortliche und Führungskräfte aus den Unternehmen darauf vorbereitet, die Personalpolitik in ihren Betrieben besser an einer "work-life-balance" auszurichten und weiter entwickeln zu können. Manager von Organisationen aus dem wirtschaftsnahen Umfeld wurden darin qualifiziert, familienfreundliche Sensibilisierungs- und Unterstützungsangebote für Mitgliedsunternehmen zu erarbeiten. Zentrale Themen waren unter anderem der demografische Wandel, Mitarbeitergewinnung angesichts des Fachkräftemangels und die Bedeutung einer gelebten Unternehmens- und Wertschätzungskultur.

Die beteiligten Unternehmen profitieren von der Qualifizierung, da sie im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte mit eigenen Experten nicht nur eine Infrastruktur für Familien, sondern auch entsprechende Angebote für Mitarbeiter und Bewerber erarbeiten und bereitstellen können. Die teilnehmenden Kammern und Verbände verfügen nach der Qualifizierung über professionelle Berater, die ihre Mitgliedsunternehmen zum Thema Familienfreundlichkeit kompetent unterstützen.

Die Bertelsmann Stiftung und das Bundesfamilienministerium kooperieren erfolgreich seit 2003 im Rahmen des Projekts "Balance von Familie und Arbeitswelt". Praxisorientierte Angebote zur Unterstützung des Mittelstandes bei der Realisierung einer familienbewussten Arbeitswelt, Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch Veranstaltungen und Kongresse sowie wissenschaftliche Studien und zahlreiche Publikationen sind konkrete Ergebnisse dieser Zusammenarbeit.

Pressemitteilung v. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 10.11.2010

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