SKG-Forum

 

 

Die Webseite für LeiterInnen von Schulkindergärten
von Marianne Broglie, Diplom-Sozialpädagogin
E-Mail an SKG-ForumHauptseiteWortsuche

 

Zurück

Veröffentlichung

Ernährungsführerschein für alle
Flächendeckende Ernährungsbildung in Grundschulen gefordert

Jedes Kind in Deutschland soll in Zukunft einen Ernährungsführerschein machen. So steht es im Abschlussbericht der CDU-Kommission "Nachhaltig leben - Lebensqualität bewahren", der am 3. Juli 2015 vorgelegt wurde. "Die Vermittlung von Alltagskompetenzen in den Bereichen Ernährung, Lebensmittel und Gesundheit, Finanzen und Vorsorge, digitale Welt, Umweltverhalten und nachhaltiger Konsum gehören auch in den Schulunterricht", heißt es in dem Papier, das konkrete Aufgabenstellungen für den Bundesparteitag 2015 liefert. Erarbeitet wurde es von rund 40 Politikern, Wissenschaftlern und Praktikern.

"Wir freuen uns, dass der aid-Ernährungsführerschein als praxisorientiertes Konzept zur Ernährungsbildung in diesem Zusammenhang herausgehoben wird", sagt Dr. Margareta Büning-Fesel, Geschäftsführender Vorstand des aid infodienst.

Seit seinem Erscheinen im Jahr 2007 haben bereits über 700.000 Grundschulkinder diesen besonderen Führerschein bestanden. Sie können selbst kleine Gerichte zubereiten, dabei hygienisch arbeiten und sicher mit Küchenutensilien umgehen. An der aid-Ernährungspyramide erkennen sie, welche Lebensmittelgruppen und welche Portionsgrößen für eine ausgewogene Ernährung wichtig sind. Im Mittelpunkt steht der Spaß am Selbermachen. Das evaluierte Konzept begeistert Lehrkräfte, Eltern und Kinder gleichermaßen und hat sich als wichtiger Baustein zur Ernährungsbildung in deutschen Grundschulen etabliert.

"Damit ist das Ziel aber lange noch nicht erreicht", so Büning-Fesel. Denn Ernährungsbildung sei keine einmalige Aktion, sondern ein Prozess lebenslangen Lernens. "Ernährungsbildung muss sich als Querschnittsthema durch alle Klassenstufen und Schularten ziehen. Die Bildungspolitik kann entsprechende Weichen stellen, um Ernährungsbildung in allen Lehrplänen, Curricula und nicht zuletzt in der Lehrerbildung zu verankern." Best-Practice-Beispiele wie der aid-Ernährungsführerschein können helfen, diese Entwicklung voranzutreiben.

Weitere Informationen

Pressemitteilung d. aid infodienst
Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V. vom 08.07.2015

Zurück